Daten und Fakten

Lage und Abgrenzung

Die Gemeinde Mauth liegt in Niederbayern im Bereich des Bayerischen Waldes inmitten des grünen Daches Europas in unmittelbarer Grenzlage zur Tschechischen Republik. Das Gemeindegebiet umfaßt eine Fläche von annähernd 2.885 ha, die etwa zur Hälfte aus Wald besteht (52%) und sich über eine Höhenlage von etwa 700 bis 1.100 m ü NN erstreckt.


Das Gebiet wird rundherum durch Wald begrenzt und stellt somit eine hochgelegene Insel inmitten des Bayerischen Waldes dar. Topographisch wird das Gebiet durch die nord-süd-verlaufenden Bachtäler des Resch- und Saußwassers sowie des Roth- und Teufelsbaches geprägt. Das Reschwasser begrenzt das Gemeindegebiet in Richtung Westen und bildet gleichzeitig die Grenze zum Ersten Nationalpark Deutschlands, dem Nationalpark Bayerischer Wald. Topographisch prägend ist der eindrucksvolle nord-süd-verlaufende Höhenzug zwischen Finsterau und Mauth der historisch als "Oberer Goldenen Steig" die Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung (Ende des 17. Jahrhunderts) als wichtige Verbindung nach Böhmen geprägt hat.

Mauth besitzt im bayerischen Vergleich eine der reizvollsten, vielfältigsten und ökologisch hochwertigsten Mittelgebirgslandschaften.


Erreichbarkeit und Erschließung

Die Gemeinde Mauth ist v.a. über die B 12 von Passau oder Philippsreuth (Grenzübergang) kommend über die Staatsstraßen 2127 oder 2130 gut zu erreichen. Der nächste Bahnhof mit Anschluß an den IC ist Passau. Von dort existiert eine v.a. zu den Hauptverkehrszeiten verkehrende Busverbindung. Der nächste Bahnhof mit Personenbeförderung ist in Grafenau bzw. Spiegelau (20 km). Der nächste mit dem Pkw zu passierende Grenzübergang ist in Philippsreut. Im Norden des Gemeindegebietes liegt der ,,Grüne Grenzübergang" Finsterau - Buchwald der nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar ist und der von deutscher Seite in der Zeit vom Juni bis Oktober eine Erdgasbusverbindung aufweist. Einen Anschluß gibt es auch auf tschechischer Seite.

Außerdem besitzt die Gemeinde Mauth mehrere günstige, sofort bebaubare, Grundstücke in einem neu erschlossenen Baugebiet (19,95 €/m2).


Naturraum, Geologie und Böden

Naturräumlich liegt das Gemeindegebiet vollständig im Bereich des BayerischenWaldes im sogenannten Finsterau - Mauther Einschnitt.

Geologisch laßt sich das Gebiet in drei Großeinheiten gliedern:


Der Höhenrücken zwischen Mauth und Finsterau besteht aus Kristallgranit, einem grobkörnigen Granit mit großen Kalifeldspateinlagerungen der in erosionsgeschützten Lagen tiefgründig verwittert ist. Dominante Böden sind hier z.T. tiefgründige, meist lehmige Braunerden. Im Bereich von Quellaustritten treten auch Gleye auf.
Die östlichen und westlichen Flanken des Höhenrückens bestehen überwiegend aus stark verfestigtem Firneisgrundschutt, der mechanisch infolge des Druckes aufliegender Firndecken gebildet wurde. Teilweise sind große Blöcke aus Kristallgraniten in diesen Schutt eingelagert bzw. ragen über den Oberboden hinaus. Im Hangbereich treten v.a. die Bodenarten lehmiger Sand oder sandiger Lehm, im Bereich der Quellmoore auch organischer Naßboden auf.
Die Tallagen werden durch pleistozäne und periglaziale Schotter- und Geröllverfüllungen dominiert. Im Bereich hohen Grundwasserstandes prägen Gleyböden unterschiedlicher Ausprägung das Bild. Teilweise sind auch Moorböden anzutreffen.

Klima

Die durchschnittliche, jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1100 bis 1200 mm. Das Maximum liegt mit 148 mm im Juli. Im Winter bestimmt überwiegend das kalte, europäische Hochdruckgebiet das Wetter. Der Wechsel zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima ist Ursache für den Schneereichtum. 40 % des Niederschlages fallen als Schnee. Das Mesoklima kann im Gebiet durch Geländeform, Höhenlage und Exposition stark vom Durchschnitt abweichen. Eine klimatische Besonderheit der Tallagen in der kühlen Jahreszeit ist eine Inversion der Temperatur bei Hochdrucklagen. Die Hanglagen sind dann wärmer als die frostgefährdeten Tallagen, in denen sich Kaltluftseen bilden. Das relativ breite und wenig steile Reschbachtal ist daher besonders spätfrostgefährdet. Besonders deutlich zeigt sich dies im Frühjahr, wenn die süd- oder westexponierten Hänge bereits ergrünen und im Reschbachtal noch bis zu einem halben Meter Schnee liegt.


Natürliche Vegetation und Tierwelt

Hauptbaumarten des Bayerischen Waldes sind Tanne, Buche und Fichte in geographisch--standörtlichen Differenzierungen ihrer Anteile. Oberhalb 1100 bis 1300 m werden bodensaure Buchen- und Tannenmischwälder von Fichtenwäldern abgelöst. Buchen-Tannen-Mischwälder bilden vorwiegend die natürliche Vegetation des Projektgebietes.
Die natürliche Tierwelt der Projektgebietes schließt typische Waldarten großer strukturreicher, geschlossener Waldbereiche mit ein, die heute überwiegend vom Aussterben bedroht sind bzw. auf kleine und kleinste Restbestände reduziert worden sind.


Luchs

Freizeit- und Erholung

Über 1.400 Gästebetten werden den Anfragen der jährlich ca. 18.000 Gästen nach Pensionen, Gasthäusern, Privatpensionen, Ferienwohnung, Ferienhäuser und Jugendherbergen bzw. Jugendheimen gerecht. Der Tourismus ist damit wichtigste Einnahmequelle in der Gemeinde.

Hinzu kommt, daß in der Gemeinde Mauth nur geringe landschaftsbildstörende Elemente oder Einflüsse zu verzeichnen sind.

Die Stärken von Mauth basieren auf (Aufstellung nicht erschöpfend):


Dreikönigsloipe

natürliche Ausstattung
erlebnisreiche Landschaft
ungestörter Naturgenuß
sichere Schneelage
Fehlen von Großindustrie und -gewerbe
hoher Anteil an privater Kleinanbieter
sehr gutes Wege- und Loipenangebot (ca. 100 km Loipen)
überregionale Attraktionen (Freilichtmuseum Finsterau, Nationalpark Bayerischer Wald, Naturpark Bayerischer Wald, Nationalpark Böhmerwald, Glasstraße, Nationalparkinfo-Zentrum, usw.
sehr hoher Freizeit- und Erholungswert

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